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Geschichte der Klangreihenmusik

Als Steinbauer um 1930 herum die Erkenntnisse Hauers übernommen hatte, stellte er fest, daß in dessen Verfahren die kompositorischen Entwicklungsmöglichkeiten sehr begrenzt sind. Steinbauer begann, nach größeren gestalterischen Möglichkeiten zu suchen und fand eine Methode, akkordfremde Töne (Reminiszenztöne) in die Satztechnik zu integrieren und auf diese Weise eine wesentlich größere Freiheit im Satzgefüge zu schaffen. Dies war die eigentliche Geburtsstunde der Klangreihenkomposition und bildete die Grundlage für viele weitere Entwicklungen (z.B. Vierklanggruppen) durch Steinbauer und seine Schüler.

 

Um 1956/57 entstand aus dem Kreis von Steinbauers privaten Kompositionsschülern ein "Lehrgang für Klangreihenkomposition" an der Wiener Musikakademie (heute Musikuniversität), der bis zu seiner Pensionierung 1960 stattfand. Aus dem Lehrgang ging dann ein auf einen Verein gestütztes "Seminar für Klangreihenkomposition" hervor. Nach Steinbauers Tod 1962 übernahm sein Schüler Johann Sengstschmid die Obmannschaft des Vereins, die er innehatte, bis der Verein und das Seminar aufgrund von Geldmangel und inneren Streitigkeiten aufgelöst werden musste.

 

Von den ehemaligen Schülern Steinbauers, die die Klangreihentechnik um weitere musiktheoretische Überlegungen und kompositorische Verfahren erweiterten, sind insbesondere Johann Sengstschmid (Parallele Klangreihen) und Helmut Neumann (Zwölfton-Kadenzen) zu nennen. Das von Steinbauer unvollendet gebliebene Lehrbuch der Klangreihenkomposition wurde von Helmut Neumann vervollständigt und herausgegeben.

 

Mittlerweile ist bereits eine zweite Generation (Schüler von H. Neumann) herangewachsen, die sich in Komposition, Forschung und Lehre erfolgreich im In- und Ausland betätigt und ihren eigenen Beitrag zur Weiterentwicklung der Klangreihenkomposition leistet (neue kompositionstechnische Verfahren, musikwissenschaftliche Studien u. v. m.).

 

Im Jahr 2003 gründete H. Neumann zusammen mit seinen Schülern eine Gesellschaft für Klangreihenmusik, die auf den "Verein zur Erhaltung eines Instituts zur Erforschung, Dokumentation und Förderung der Dritten Wiener Zwölftonschule e.V." gestützt ist.

 

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